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SGV-Hochdorf - Gesangsabteilung |
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125 Jahre Singen in Hochdorf
9. Oktober 2004 - Festkonzert in der Bürgerhalle Hochberg
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Chorgesang begeistert über
400 Zuhörer -
Jubiläumskonzert der
Hochdorfer Sänger ein Erfolg
| Sage einer,
Chorgesang lockt niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Im
Gegenteil: auf die richtige Mischung kommt es an. Die hatten die
Programmmacher um Chorleiterin Elsbeth Müller und
Abteilungsleiterin Brigitte Köhler gefunden. Über 400 Besucher
wirkten zusätzlich motivierend auf die Sänger und Solisten, so
dass den Besuchern ein über dreistündiges, kurzweiliges und
teilweise zum Mitklatschen künstlerisch hochwertiges Programm
geboten wurde.
Damit hatten nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Eine proppenvolle
Halle feierte zusammen mit der Gesangsabteilung 125-Jahre organisierter
Chorgesang in Hochdorf. Dass so viele Hochdorfer ihrer Gesangsabteilung
mangels eigener Halle in Hochdorf zum „Auswärtsspiel" nach
Hochberg folgten, ist ein Zeichen großer Verbundenheit und Anerkennung.
SGV Vorsitzender Armando J. Mora Estrada begrüßte Gäste aus nah und
fern, darunter Vertreter der Verwaltung und des Stadtrates, örtlicher
Vereine, der örtlichen Kirche, der Schule sowie Vertreter des
Sängerkreises Mittlerer Neckar. Und Mora Estrada sollte recht behalten
mit seinem Schiller-Zitat:
„Es schwinden jeden Kummers Falten, solang
des Liedes Zauber walten".
Durch den Abend führte Anita Klett.
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Ein Blick in die gefüllte Hochberger Bürgerhalle |
Die Artisten im Zirkus Hochdorfia
Der
Zirkusdirektor mit seinen beiden Elefanten
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Nachdem der Projektchor, der anlässlich des Jubiläums seit gut einem
Jahr zusammen übte, mit „Grüß Euch Gott" aus dem „Vogelhändler"
den musikalischen Reigen eröffnete, wurde der „Zirkus Hochdorfia",
eine szenische Kantate aus dem Zirkusleben, durch den Kinderchor
Hochdorfer Sternchen unter Leitung von Herbert Bura
dargeboten.
Sechszehn
junge Sängerinnen mit ihrer kindlichen Unbekümmertheit sorgten als
Gewichtheber, Clowns, Dompteur, als Elefanten oder Löwen verkleidet oder
als Jongleure für die Erheiterung der Gäste.
Nach zwei weiteren Stücken des Projektchores trat Solist Jacek Sowizral
in Szene und begeisterte mit „Komm Zigan" aus der Operette „Gräfin
Mariza" die Zuhörerschaft. Der bis vor kurzem in Hochdorf wohnende
Tenor zeigte damit auch seine Verbundenheit zur Gesangsabteilung des SGV
Hochdorf. Sein akzentuiert, mit klarer Tenorstimme vorgetragener Gesang
ergänzte sich wunderbar mit der Sopranstimme der jungen
Gesangskünstlerin Inga Lehr. Für das Duett „Lippen schweigen" aus
der „Lustigen Witwe" von Franz Lehár gab es brandenden Beifall und
entführte die Besucher in der von den Hochdorfer Blumen- und
Gartenfreunden mit kunstvollen Blumenarrangements geschmückten Hochberger
Bürgerhalle in die große, weite Welt der Operettenbühnen.
Nach einer Pause, die der Kommunikation und dem persönlichen Gespräch
diente, ging es weiter in der Welt der Musicals. Projektchor und Solisten
je einzeln oder gemeinsam sorgten für kurzweilige Abwechslung.
Der Folklorechor Hohenacker gestaltete Ausschnitte aus der „West Side
Story" von Leonhard Bernstein. Hier zeigte Inga
Lehr, die
verwandtschaftliche Bande nach Hochdorf hat, noch einmal ihr großes
Talent mit dem Solo „Somewhere".
Dem stand Tenor Jacek Sowizral mit
„Mit’nem kleinen Stück Glück" aus „My Fair Lady" von
Frederick Loewe nicht nach. Eingeleitet wurde dieser Operettenteil vom
Frauenchor unter Leitung von Bäbel Kuhn mit „Ich hätt’ getanzt heut’
Nacht". Im Duett der Solisten wurde ein Evergreen „Es grünt so
grün" intoniert und das große Potpourri von Walter Kollo war Quelle
einer sängerischen Schlussoffensive, welcher dann mit „standing
ovations" und lang anhaltendem Beifall des begeisterten Publikums
gedankt wurde.
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Zum großen Potpourri von Walter Kollo spazierten drei
historisch gekleidete Paare durch die Reihen der Zuhörerschaft und
ergänzten so das gründerzeitliche "Szenenbild". Gegen 23.00
Uhr endete ein rund dreistündiges Feuerwerk brillianten Chorgesangs, eine
gelungene Mischung von Chor und Solisten mit der Zugabe "Wiener
Blut".
Abteilungsleiterin Brigtte Köhler gestand nach dem Konzert, dass alle
Akteure etwas aufgeregt waren, „aber ich glaube, es hat ganz gut
geklappt". Diese Worte fanden Bestätigung in neu aufbrandendem
Beifall. Brigitte Köhler bedankte sich dann mit Blumen bei den Akteuren
des Abends.
Zu nennen sind hier die Sopranistin Inga Lehr, der Tenor Jacek Sowizral,
Roland Seyda am Klavier, Stefan Dietrich und
Martin Ergenzinger in der
Begleitung mit Trompete Christian Läpple), Saxophon
(Benjamin Kaltenbach) und Schlagzeug, Hubert Müller von der
Stadt Remseck, die hinter den Kulissen wirkenden guten Geister der
Abteilung „Jedermänner" sowie des Fördervereins Fußball SGV
Hochdorf. Ein großer Dank ging an den Projektchor sowie dessen Dirigentin
Elsbeth Müller, dessen rund einjährige Probenzeit als Erfolg gewertet
werden kann, an den Folklorechor Hohenacker, den
Frauenchor sowie die „Hochdorfer
Sternchen". Elsbeth Müller hatte die Gesamtleitung des gelungenen
Abends, der als Werbung für den Chorgesang gelten darf. Dank galt auch an
einem solchen Abend den Sponsoren sowie all den guten Geistern, die zum
Gelingen des Abends beigetragen haben.
Im Anschluss an das kurzweilige Programm saßen die Konzertbesucher noch
bis in die frühen Morgenstunden gemütlich beisammen.
Gustav Bohnert
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Jacek Sowizral und Inga Lehr bei einem ihrer
Duette
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Der Projektchor - links der Pianist Roland Seyda, der Tenor Jacek
Sowizral, die Sopranistin Inga Lehr und ganz rechts die Dirigentin
Elsbeth Müller
linkes Bild: Eines der promenierenden Paare bei
Walter Kollos Potpourri |
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(c) SKMN-2006
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