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Frohsinn Kirchberg

 
 

Jahreskonzert 2011  „Schön war die Zeit“

 
 

Beim letzten Jahreskonzert ging es um alte Volkslieder aus aller Welt, um Silcher meets Samba. In diesem Jahr hat sich der Gesangverein der neuen „Volkslieder“, der Schlager und Evergreens angenommen. Die 50er und 60er Jahre waren die Geburtstunde vieler Hits, Songs und Lieder, gesungen von verschiedenen, oft auch heute noch bekannten deutschen und ausländischen Interpreten. Der gute Besuch bewies das Interesse der Zuhörer an den Oldies und Ohrwürmern, an denen die Chöre intensiv geprobt haben. Ein Bossa Nova hat schließlich einen anderen, viel komplizierteren Rhythmus als z.B. der „Wasserleitungsmarsch“: „Wenn alle Brünnlein fließen….“
Mit ihren frischen, hellen Stimmen eröffneten die Jüngsten im „Fire Choir“ den bunten Reigen mit so schmissigen, tierisch-lustigen Liedern wie „Mäusebussard-Funk“, „Tiger ist krank“ und „Ein kleines Huhn fliegt um die Welt“ So sehen eben moderne Kinderlieder aus! Ihnen folgten die „Großen“ im Gemischten Chor mit „Heimweh“ und dem Refrain und Motto des Abends „Schön war die Zeit.“ Nach diesem etwas melancholisch
en Song ging es dann mit dem Calypso „Spiel noch einmal für mich, Habanero“ rhythmisch in die Vollen. Dann schlich der „Schwarze Kater Stanislaus“ durchaus heiter durch die Reihen, gefolgt von dem Paul Anka Titel „Diana“, der speziell den Bässen viel abverlangte, aber unter der bewährten Dirigentin Birgit Würz ordentlich bewältigt wurde.
Nun durfte die Combo endlich alleine und ohne die „störenden“ Sänger zeigen, was sie drauf hat und fragte „How high the moon“? Am Klavier saß Lukas Brenner, am Kontrabass Matthias Werner und Benedikt Immerz am Schlagzeug.
Dann war die Bühne frei für GoodNews und dem Jugendchor unter der souveränen Leitung von Christoph Müller, die wieder alte Erinnerungen weckten mit dem Ohrwurm „Lollipop“. Etwas getragener streuten dann die Damen mit „Mr. Sandman“ den imaginären Sand über die Zuhörer, die aber nicht einschlafen konnten, weil schon die Wanderschuhe geschnürt waren: „This boots are made vor walking“. Englisch ging es auch weiter mit „The great pretender“, „Jailhouse rock“ und dem Rockklassiker „Rock around the clock“. Wer erinnerte sich da nicht an Bill Haley mit seiner Gitarre und der Schmalzlocke auf der Stirn, der von diesem Song allein 16 Mill. Singles verkaufte!
Freundlicher weise bot nun die Combo „Tutti Frutti“ an, also „Alle Früchte“, geschrieben vom unvergessenen Little Richard.
Der Gemischte Chor hatte sich nun etwas verwandelt: Die Herren trugen alle eine flotte Seemannsmütze. Warum, war allen gleich klar, denn die Reihe der Seemannslieder begann mit „Junge komm bald wieder“, einst gesungen von Freddy Quinn. Es folgte der Männerchor „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ und, die Frauen durften nun wieder mitsingen, „Die Gitarre und das Meer“. Mit dem schmissigen „Mäcki Boogie“ wurden die Zuhörer dann in die Pause entlassen.

Jetzt schlug die große Stunde der Hasardeure, die sich mit Losen der reichhaltig bestückten Tombola versorgen konnten.
Der Gemischte Chor erinnerte dann nach der Pause an „Zwei kleine Italiener“ am Bahnhof in Napoli, um gleich mit dem „Kriminaltango“ in die Halbwelt abzutauchen. Nun durften die Frauen allein bekennen „Ich will keine Schokolade“, wie einst die füllige Trude Herr trällerte. Es folgte der gesamte Chor mit dem Rocco Granata Hit „Marina“, den wahrscheinlich alle noch mitsummen konnten und zum guten Schluss der schon oben erwähnten Bossa Nova, der an allem Schuld war, auch an dem vertrackten Rhythmus, der aber mit Hilfe der Combo schwungvoll gemeistert wurde.
Nach „Sixteen tons“ leitete nun die Combo mit dem Beatle Song „All my loving“ über zum Beatle Block des GoodNews und Jugendchors. Die alten Pop-Klassiker waren sicher vielen noch bekannt, sei es „I want to hold your hand“ (nur Jugendchor) oder „Eight days a week“. Mit "With a little help from my friends“ und einem der bekanntesten Songs „A hard day’s night” rundete der Chor die Erinnerungen an die Pilzköpfe ab.

Zum gemeinsamen Schluss versammelten sich alle Chöre auf der Bühne, um sich mit dem Bill Ramsey Ohrwurm „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ den Beifall abzuholen, den sie auch verdientermaßen reichlich bekamen.
Viele Zuhörer ließen den Abend, wie gewohnt, an den rasch aufgestellten Tischen bei Getränken und kleinen Speisen ausklingen. Sicher ist bei den angeregten Gesprächen oft die Frage gestellt worden, ob man sich an die Sängerin oder den Sänger noch erinnern konnte, um dann abschließend zufrieden festzustellen: „Schön war die Zeit“.

Gerhard Berroth

 
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