Als Frau Scülfort im Januar 2011 der GSV Eintracht
die Teilnahme am Musical Anatevka anbot, rannte sie offene Türen ein.
Einige Chorsänger hatten vor Jahren schon mal bei Projekten der JMS
mitgemacht, und wussten mit welcher Perfektion und Leidenschaft diese
umgesetzt werden.
Nachdem im Mai 2011 unser Fest „Sommer – Sonne – Italien“ stattgefunden
hatte, konnten wir uns auf die Lieder aus Anatevka konzentrieren.
Soundsation und Eintracht schloss sich zu einem Projektchor zusammen.
Mit unserem Chorleiter Andreas Rapp haben wir die Lieder einstudiert. Da
wir aber nicht wissen konnten was die Musikschule für Feinheiten
eingebaut hatte, kam einige Male Frau Scülfort zu den Proben dazu.
Anfang Oktober war die erste gemeinsame Probe im Prisma, dann vor
Weihnachten zwei Proben in der Sporthalle Pleidelsheim.

Bild 1: Tradition: Wer muss allein
für Weib und Kinder sorgen? Der Papa!
Im Januar 2012 ging es dann Schlag auf Schlag, vier
Proben in einer Woche, dann am 12. Januar Generalprobe. Zum ersten Mal
haben wir das Stück von Anfang bis Ende mit allen Soli und Tanzeinlagen
miterlebt. Es war gewaltig!
Die Anspannung vor der ersten Aufführung in der Sporthalle stieg, und
endlich am 14. Januar war es soweit. Die vielen Proben hatten sich
gelohnt, die Aufführung machte Spaß und das Publikum war mehr als
zufrieden. Am nächsten Tag zur 2. Aufführung waren wir etwas
entspannter, aber immer noch konzentriert. Es klappte alles wunderbar.

Bild 2: Gestern war’n sie noch
kleine Kinder ….
Neue Konzentration für die Aufführungen in
Freiberg. Die Bedingungen sind ganz anders. Die Bühne ist schmaler, die
Lichter blenden, die Akustik ist ungewohnt. Bei der Generalprobe merkten
wir, dass wir keinesfalls Routine haben.
Samstagabend, großer Festakt zum Stadtjubiläum.
Auf diesen Tag wurde ein ganzes Jahr hingearbeitet. Sobald der Fiedler
spielte und Tevje auf der Bühne die Tradition beschwor waren wir wieder
ganz in Anatevka. Die Musik ist wunderschön und unsere Lieder drücken
das Lebensgefühl der Dorfgemeinschaft treffend aus. Die Aufführung war
begeisternd. Es gab drei Zugaben, man hätte noch endlos weitermachen
können, aber für die vierte Aufführung braucht man ja auch noch Kraft.

Bild 3: Diese beiden waren die
heimlichen Stars
Fazit: Es kostet viel Energie bei einem solchen
Projekt mitzuwirken, aber die Resonanz ist überwältigend. Wann wird ein
Gesangverein schon mal von einem Sinfonieorchester begleitet, wann
stehen 160 Mitwirkende auf der Bühne im Alter von 8 - 80 Jahren?
Anatevka wird uns fehlen.
Christina Weller