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BILLENSBACH und NASSACH-KURZACH. Zweifelsohne sind sie die hochgelegensten Vereinsortschaften. Achtungs- und liebevoll werden ihre Bewohner auch als ,,die Karpaten des SKMN“ bezeichnet.

Sie sind die ,,Hagebüchenen" unter den Charakteren des Sängerkreises. Sie leben im Einklang mit der Natur: Im Sommer wird landwirtschaftlich hart gearbeitet. Gefeiert wird entsprechend fröhlich, wenn Zeit ist. Von weither reisen Begeisterte alljährlich an, um mit dabei zu sein, wenn der Chor des ,,Liederkranz, gegr. 1920" beim Schein des aufgeschichteten Holzfeuers zur Sonnwendfeier lädt, singt und festet! Die in den abendlichen Himmel aufsteigenden Funken sprühen - weit sichtbar für die Dorfgemeinden auf den Höhen der Löwensteiner Berge - wie

BILLENSBACH
. Der dort ansässige Chor setzt sich aus sangesfreudigen Männern der Ortschaften Jettenbach, Maad und Klingen zusammen. Ihr gemeinsamer Vereinsname ,,Frohsinn Billensbach, gegr. 1923“ ist den Mitgliedern ,,ins Gesicht geschrieben“, wovon sich die Gäste auf ihren Vereinsfesten überzeugen können! Von hier ist es ein großer Sprung über Berg und Tal nach

WINZERHAUSEN
, das angrenzt an den 394 Meter hohen, landschaftsprägenden Wunnenstein. Bewundernswert am Männerchor des ,,Liederkranz, gegr. 1897“ ist seine Beständigkeit. Diese behauptet der Chor wacker - bis auf den Tag. Chorfreundschaften bewährten sich bestens! – „Auf geht‘s" wird uns zugerufen. So wandern wir weiter. Hinter uns liegt nun das Bottwartal, vor uns eine der schönsten Neckarlandschaften überhaupt. Wie Perlen reihen sich Ortschaften entlang des Neckar und ihre Namen bürgen unter Kennern für Qualität - wie z.B.

MUNDELSHEIM
- ,,ältestes“ Mitglied des SKMN - inmitten seiner Weinberge „Käsberg“, „Rotzenberg“, „Mühlbächer“. So gut ihr Wein - so gut ihr Gesang, passt trefflich zum Chor des ,,Liederkranz, gegr. 1840", wie sein 1994 errungener Titel „Konzert-Chor“ verrät - verliehen durch den Schwäbischen Sängerbund. Über das Naturschutzgebiet der „Felsengärten“ steigen wir ab in das von der Neckarschleife eingebettete

HESSIGHEIM. Wie anders könnte es auch dort sein, als dass sich Gutes mit Gutem verquickt. Der heimische ,,Gesangverein, gegr. 1905“ kann - zur Freude seiner Zuhörer - nicht genug davon singen; aber er beherrscht auch andere Seiten auf den Notenblättern. Aufbrechend gehen wir weiter - über die Neckarbrücke, durch den ,,Salenwald“ nach

KLEIN-INGERSHEIM
. Von der Anhöhe aus genießen wir den landwirtschaftlich herrlichen Blick, lassen ihn in die Ferne schweifen, wo sich die Löwensteiner Berge, der Schurwald, der Raum um Stuttgart und die Schwäbische Alb ausmachen lassen! Dieses wunderschöne Panorama macht es leicht, dass „Herz und Mund übergehen" in Lob mit Gesang, wie dies dem Chor des ,,Liederkranz, gegr. 1891“ bestens gelingt. Die Silhouette von Klein-Ingersheim im Rücken, laufen wir nach

PLEIDELSHEIM, das baulich neu gestaltete, wo nötig.

In der Region und in der Ortschaft selbst wird nicht allein nur das Spargelgemüse gerühmt, sondern auch der Gesang des Chores ,,Eintracht, gegr. 1892“. Der Chor lebt - zum Wohle des Chorgesangs – auch den gewählten Begriff seines Vereinsnamens vor! Es wundert so nicht, dass auch er die Auszeichnung ,,Konzert-Chor" des Schwäbischen Sängerbundes erhielt - schon 1991! - Auf unserer Wanderroute führt der Weg weiter nach

MURR. Aus alter Zeit bekannt als ,,Sitz des Hart-Gerichts“, wenn es früher unter den sieben Gemeinden zu Streitigkeiten kam um Holz, Wild und Früchte.

In jüngster Zeit machte der Gemischte Chor des ,,Sport und Gesang-Verein, gegr. 1861“ Eindruck, als er an der Reihe war, ,,Sitz" der Veranstaltung „Kritiksingen“ des SKMN zu sein. Der Chor selbst eroberte sich längst singend so machen Kritiker. Von dort brechen wir auf nach

BENNINGEN
- durch das zu ihm beziehungsreiche Gewann ,,Alte (Römer-) Burg“. Ohne gegensätzlich zu seiner Geschichte zu sein präsentiert der ,,Gesangverein mit Gemischtem Chor, gegr. 1863“ seine unterschiedlichsten Veranstaltungen sehr erfolgreich - selbstverständlich auch mit neuzeitlichem Liedgut! Auf gleicher Höhe wie Benningen, vom Neckar durchtrennt, liegt die bekannte Schiller-Stadt

MARBACH

Zu den vielen Besonderheiten kommt eine interne hinzu: Es sind hier zwei Gesangvereine beheimatet, wobei der ältere ,,Liederkranz“ dem Schillergau, der ,,Männergesangverein, gegr. 1897“ dem Sängerkreis Mittlerer Neckar angeschlossen ist. Als Gemischter Chor erfreut er nach wie vor ,,sein Publikum“. Im Weiterwandern werden schon die Amanduskirche sichtbar und zwei von fünf Schlössern, die

BEIHINGEN, HEUTINGSHEIM und GEISINGEN kennzeichnen. Längst wuchsen auch hier diese Gemeinden zu einer Stadt zusammen:

FREIBERG. Die Vielfältigkeit der sie umgebenden Sehenswürdigkeiten spiegelt sich im weit gefächerten Repertoire des ,,Singkreises, gegr. 1877“ zur Freude seiner großen Gäste- und Freundesschar wider. Bevor wir auf der Gaue verbindenden Schwäbischen Dichterstraße unseren Weg fortsetzen, machen wir einen Abstecher zu unserem ,,Gesang-Sport-Verein

Erdmannshausen, gegr.1893“. Mit seinem Programm tritt der Gemischte Chor bei unterschiedlichen Anlässen sowie in der Gemeinschaft befreundeter Vereine auf. Das Jahr hindurch ist er auf seinem ,,Posten“. - Benützen wir nicht die offiziellen Straßen und folgen lieber dem Bachlauf des ,,Eichgrabens“, treffen wir in unserem nächsten Ziel ein:

NECKARWEIHINGEN
- geschichtsträchtig und vor den Toren Ludwigsburg gelegen. Gern wird die Singgemeinschaft des ,,Liederkranz, gegr. 1873“ gehört, die es versteht, im Chorgesang Lieder zur ,,vollen Blüte“ zu entfalten! - Schon im Jahre 1973 erhielt sie die begehrte Zelter-Plakette verliehen. Seit 1978 verfügt der Chor über Solisten aus den eigenen Reihen, in jeder Stimmlage! Einen Kinder- und Jugendchor gründeten sie im gleichen Jahr. Ihre Festveranstaltungen sind bekannt!
Schon tauchen die Kirche und erste Häuserdächer auf von

POPPENWEILER. Die berühmte Schwäbische Dichterstraße führt auch durch Weinanbaugebiete und genau durch diese Ortschaft. Ein Zeugnis dafür ist die an der Straße gelegene ,,Kelter". Ihre Räumlichkeiten werden natürlich auch hier für dörfliche Feste und Feiern genützt. Der Chor der ,,Eintracht, gegr. 1862" bereichert mit seinen Programmen immer wieder die unterschiedlichen Veranstaltungen, das Jahr hindurch. Flussaufwärts, in die Auen des Neckarbogens gebaut, schmiegt sich der Ort      

NECKARGRÖNINGEN. Unter dem „Dach der Gemeinde" probt der Gemischte Chor des ,,Liederkranz, gegr. 1879" für seine Auftritte, die er in den Jahreslauf und in Freundschaftssingtreffen anderer Vereine wirksam integriert. Abgewandt vom Neckar, vor untergehender Sonne, taucht auf einer Anhöhe

OSSWEIL
auf - der Stadt Ludwigsburg vorgelagert. Hier beenden wir unsere kleine Geschichts-Wanderung durch den Sängerkreis Mittlerer Neckar. Der ortsansässige ,,Männergesangverein, Sängervereinigung, gegr. 1860“ widmet - neben seiner erfolgreichen eigenen Chorarbeit - viel Aufmerksamkeit dem jugendlichen Chornachwuchs. Der Dank dafür war das 10-jährige Jubiläum und das erfolgreiche Abschneiden eines Chorwettbewerbes ihrer Jugendgruppe ,,Poplibets“; so greift Chormusik vielversprechend auf die nächste Generation über. Dieser junge Chor soll hier auch stellvertretend für andere sich einbringende Jugendchöre stehen, die sich den lange schon bewährten SKMN-Chorgemeinschaften anschlossen.

Die Freude in uns ist‘s, die gelingen lässt, dass Gesang und Klang - Klang zu Geselligkeiten - Geselligkeit zu Freundschaften - Freundschaft zu Gemeinschaften führen - bis hin zu Vereinspartnerschaften im In- und Ausland!
Durch die ,,Freude am Singen“ bestehen unsere Vereine. Durch ,,Klang der Chöre“ entstehen ,,Freundschaftssing“ - Feste, die Gleichgesinnte einen Extrachor, den ,,Kreis-Chor“ des Sängerkreises Mittlerer Neckar bilden ließ.

Gemeinschaftlich fördern sie die heranwachsende Jugend. Durch Vorbildsein wollen sie die Freude am Singen weitergeben - auch an Sie, lieber Leser. Mit dem Streifzug durch die einzelnen Vereine und ihre Heimat hofft der Sängerkreis Mittlerer Neckar Sie angesprochen zu haben.


Zu den unterschiedlichsten Festlichkeiten heißen wir Sie immer herzlich willkommen!

Geschichtshintergrund: G. Geiger und M. Kölz

Redaktion: R. Behlau und B. Alpers

(c) SKMN-2006